Reboots-Interview

27. Juni 2018

Bob Bertemes im Reboots-Interview

Als Leistungssportler und Physiotherapeut ist für Bob Bertemes ein forderndes Training und eine schnelle Regeneration von großer Bedeutung. Wir haben uns mit Bob unterhalten, wie er sein Training gestaltet und welche Maßnahmen er für eine optimale Regeneration verwendet.

Wie bist du zur Leichtathletik gekommen? Und was begeistert dich daran?

Eigentlich habe ich nie wirklich viele Sportarten ausprobiert. Ich kam zum Laufen, da mein Vater mich bereits als 4-Jährigen mit zum Training nahm. Ich habe seitdem nie mit dem Laufen aufgehört und bin zwei Mal die Woche zum Vereinstraining. Ich habe mich in den letzten Jahren auf die Mittelstrecken spezialisiert und laufe alle Strecken von 800 Meter bis 5000 Meter. Auch wenn ich viele andere Sportarten ausprobiert habe, hat mich nichts so begeistert wie das Laufen.

Ich liebe das Laufen aus verschiedenen Gründen. Laufen ist die einfachste Sportart der Welt. Man braucht nur ein paar Laufschuhe und man geht zur Tür raus und läuft. Aber betreibt man Leistungssport wird das simple Laufen zu einer sehr komplexen Sportart, bei der jede Kleinigkeit zählt. Ich lerne durch den Sport jeden Tag etwas Neues übers Laufen, aber auch über mich selbst. Ebenfalls ist der Sport sehr ehrlich! Er gibt einem das zurück, was man investiert hat. War man faul, wird sich das an den Zeiten zeigen. Hat man jedoch sehr hart und akribisch gearbeitet, wird sich dies ebenfalls zeigen. Ich mag es, wenn ich mich in diesem Sinne nur auf die eigenen Resultate konzentrieren muss und nicht von meinem Team abhängig bin. Ein weiterer Punkt, warum ich den Sport liebe, ist, dass ich jeden Tag an meine physischen und psychischen Grenzen gehen muss.

Wie sieht deine Trainingswoche für gewöhnlich aus? Wie häufig trainierst du?

Das hängt natürlich von der Trainingsphase ab. Generell kann man aber sagen, dass ich im Winter mehr Kilometer trainiere als im Sommer. Dies machen wir um den Körper auf die Sommersaison vorzubereiten. Wenn die Wettkämpfe dann näher kommen, werden die Trainingseinheiten kürzer, aber intensiver.

Eigentlich trainiere ich täglich, ein Ruhetag ist eher selten. Unser Training beinhaltet sehr viel mehr als nur Laufen, was sich viele Leute vielleicht nicht so vorstellen. Natürlich laufe ich auch sehr viel, aber neben dem Laufen verbringe ich ebenfalls viel Zeit im Fitnessstudio, indem ich zusätzlich Kraft oder Stabilitätsübungen mache. Hürdentraining mache ich ebenfalls. Dabei geht es jedoch Vielmehr um Stabilität und Koordinationstrainings und nicht einen klassischen Hürdenlauf. Des weiteren machen wir noch Bergläufe, Dauerläufe, Bahntraining und Intervalltraining.

Hier eine typische Trainingswoche im Winter :

  • Montag: 1 Stunde Dauerlauf und anschließend Koordinationsübungen und Hürden
  • Dienstag: Lockere Schwellenläufe
  • Mittwoch: Schnelligkeit auf der Bahn
  • Donnerstag: Krafttraining
  • Freitag: Bahntraining
  • Samstag: Dauerlauf
  • Sonntag: Sehr langer Lauf oder Intervalltraining

Im Winter versuche ich, im Schnitt eine Strecke von 100 km pro Woche zu erreichen. Im Sommer sind es um die 60 bis 70 Kilometer, wenn ich in dieser Woche einen Wettkampf habe.

Welche Maßnahmen nutzt du, um dich zu regenerieren?

Regeneration spielt natürlich eine große Rolle im Ausdauersport. Ich versuche sofort nach jeder Einheit, so schnell wie möglich, etwas zu essen. Nichts besonderes, eine Banane zum Beispiel. Ebenfalls ist Wasser ein sehr gute und einfache Regenerationsmöglichkeit, auf die ich aufpasse.

Im Sommer oder bei Einheiten, bei denen ich viel geschwitzt habe, versetze ich dem Wasser Elektrolyte. Dazu kommt ein wöchentlicher Besuch bei meinem Physiotherapeuten, der mich auf meine Einheiten vorbereitet, sei es durch Massagen oder durch gezieltes Stretching.

Wann und wie häufig nutzt du Reboots?

Das hängt sehr von meinem Training ab! Zuhause benutze ich sie meistens nach den harten Einheiten, wenn sich meine Beine abends müde anfühlen. Jedoch benutze ich sie auch sonst, wenn ich mich generell erschöpft fühle. Im Trainingslager benutze ich die Reboots täglich. Es ist eine einfache, kostengünstige Art, sich ohne großen Aufwand schnell zu erholen.

Du schreibst, dass du selbst Physiotherapie studierst: Mit deinem fachlichen Hintergrundwissen, wie wichtig schätzt du das Thema Regeneration ein? Was sollten Sportler generell bei der Regeneration beachten?

Regeneration ist natürlich nicht nur für einen verletzten Sportler sehr wichtig, sondern auch um Verletzungen vorzubeugen! Nach einer Einheit ist vor der Nächsten. Somit ist es sehr wichtig, sich nach einer Einheit bereits auf die Nächste vorzubereiten. Das fängt mit einem kleinen Snack sofort nach der Einheit an. Ebenfalls ist Stretching ein sehr wichtiger Aspekt in der Regeneration. Die meisten Formen der Regeneration sind sehr einfach, sie werden jedoch oft vernachlässigt.

Mein Tipp wäre: Achte darauf, was sich für dich gut anfühlt. Nimm Wasser mit zum Training und eine Kleinigkeit zum Essen. Außerdem solltest du dir Zeit nehmen, dich zu stretchen. Eine Dusche nach dem Sport ist ebenfalls wichtig. Sie verhindert Erkältungen und regt die Durchblutung an. Man muss verstehen, dass man mit Sport dem Körper Stress aussetzt und der Körper anschließend nicht nur Pause, sondern auch etwas Wohltuendes braucht, wie eben zuvor erwähnt (Nahrung, Stretching, Dusche).

Wie hilfreich schätzt du den Einsatz von Massage-Stiefeln, wie zum Beispiel Reboots ein?

Ich würde jetzt lügen, wenn ich sagen würde, die Reboots ersetzen einen Physiotherapeuten! Jedoch ist es sicherlich eine sehr gute Ergänzung. Natürlich kommt die Massage nicht an die eines Physiotherapeuten ran, aber dadurch, dass man die Reboots so oft und so lange benutzen kann, wie man will, kann man tolle Effekte erzielen. Ich selbst habe festgestellt, dass ich seit ich die Reboots benutze, viel schneller wieder ein besseres Gefühl in den Beinen habe. Oft habe ich nach meinem Unterricht spät abends harte Einheiten absolvieren müssen und konnte dann nicht mehr zum Physiotherapeuten gehen. Jedoch konnte ich abends in die Stiefel schlüpfen und mich am nächsten Tag besser beim Training fühlen als zuvor. Jedoch ist das allerwichtigste für mich, dass es sehr einfach ist, die Reboots mit in Trainingslager zu nehmen. Zuvor war dies doppelter Stress für meinen Körper! Ich habe deutlich mehr trainiert, war jedoch weit entfernt von meinem Physiotherapeuten. Nun kann ich auch im Trainingslager auf eine Regenerationsart bauen, die ich bereits zuhause als gut empfunden habe.

Ich mag jedoch nicht nur den aktiven Effekt, der mir die Reboots mir liefert, sondern ebenfalls, dass ich für eine gewisse Zeit ruhig bleiben muss und ich in der Zeit gut abschalten kann. Es ist somit oft beides eine physische Erholung ebenso wie eine psychische Erholung, die mich aus dem hektischen Alltagsleben nimmt.

Welche Ziele willst du in diesem Jahr erreichen bzw. vor welchen Herausforderungen stehst du in deiner sportlichen Karriere aktuell?

Momentan bin ich dabei, mich von einer Verletzung zu erholen. Es ist ehrlich gesagt kein einfacher Moment für mich, da ich sehr gerne Sport betreibe und momentan stark eingeschränkt bin. Natürlich versuche ich so gut es geht, Alternativtraining zu machen, um so schnell wie möglich wieder in einer ansprechenden Form zu sein. Wegen der momentanen Situation hab ich mir auch keine sportlichen Ziele gesetzt für dieses Jahr. Das Ziel ist es so schnell es geht wieder gesund zu werden und so schnell wie möglich wieder ein normales Trainingspensum absolvieren zu können.

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